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Projektarbeit „Wir geben den Steinen ein Gesicht“

Projektarbeit Mittelschule: „Wir geben den Steinen ein Gesicht“

24.11.2014

Klasse M/9 gedenkt 150 jungen Männern, die im ersten Weltkrieg ihr Leben lassen mussten

„Wir geben den Steinen ein Gesicht“, lautet der Titel einer Projektarbeit der Klasse M/9 der Otto-Wels-Mittelschule. An den Gräbern am Mitterteicher Kriegerdenkmal, dort wo die Namen der Kriegsopfer eingemeißelt sind, erinnert jetzt ein Bild an die Opfer. Seit drei Wochen arbeiten die 23 Schüler, mit ihrer Klassenleiterin Monika Beer-Helm, an diesem Projekt. Die Bilder bleiben noch rund eine Woche stehen.

Schüler werden bei Recherchen im Stadtarchiv fündig

Im Mittelpunkt der Projektarbeit stehen die Opfer des ersten Weltkriegs. Die Schüler schrieben zunächst sich zunächst die Namen von den Gedenksteinen an den Gräbern auf und überlegten, wie die Schicksale der Gefallenen der heutigen Generation verdeutlicht werden kann. Im Mitterteicher Stadtarchiv fand sich ein Gedenkbild mit 115 Bildern der Gefallenen. Diese Bilder haben die Schüler abfotografiert, mit einem Bildbearbeitungsprogramm am Computer bearbeitet, vergrößert und als Postkarte ausgedruckt und laminiert. Dankenswerter Weise stellte die Firma Metallbau Forster 115 Metallstäbe kostenlos zur Verfügung, wo die Bilder befestigt wurden.

Schüler versetzen Besucher des Volkstrauertages in alte Zeiten zurück

Am Volkstrauertag am Sonntag steckten die Schüler die Bilder zu den jeweiligen Gedenksteinen am Kriegerdenkmal, um wie das Projekt heißt, „den Steinen ein Gesicht zu geben“. Weiter beteiligten sich die Schüler am Volkstrauertag selber. Nach der Gedenkrede von Bürgermeister Roland Grillmeier haben Schüler Texte vorgelesen, die die Situation am Beginn des ersten Weltkriegs in Erinnerung gerufen haben.

Rund 150 junge Männer aus der Gemeinde starben im Ersten Weltkrieg

Sie ließen einen Zeitzeugen zu Wort kommen, der beschrieb, wie die damaligen Mitterteicher Wehrpflichtigen mit dem Militärzug „ins Felde“ fuhren. „Unter den Klängen der Musikkapelle zogen Mitterteichs Wehrpflichtige zur Bahn, wo sich eine große Menschenmenge eingefunden hatte. Unter Hurrarufen und Schluchzen der Menge enteilt der Zug“. Im ersten Weltkrieg haben rund 150 junge Männer aus Mitterteich und den umliegenden Dörfern auf den Schlachtfeldern des Kriegs ihr Leben verloren. Klassenleiterin Monika Beer-Helm berichtete, „meine Schüler waren sehr betroffen, als sie herausfanden, dass die jungen Männer erst 18 oder 19 Jahre alt waren, als sie um Leben kamen. Meine Schüler sind jetzt im Alter von 14 bis 16 Jahren.“

Zum Schluss las eine Schülerin noch nachdenkliche Gedanken zum Thema „Frieden“ vor. Mit diesem Projekt, so die Klassenleiterin, nimmt die Klasse M/9 am Wettbewerb des Bayerischen Kultusministeriums zum Thema „100 Jahre Erster Weltkrieg“ teil.

Text und Bilder: Josef Rosner

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