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Neujahrskonzert 2018

Neujahrskonzert 2018

Musiker und Majoretten begeistern
Deutsch-Tschechische Bläserphilharmonie begeisterte beim Neujahrskonzert – 114 Musiker und volles Haus

So sieht deutsch-tschechische Freundschaft aus! Insgesamt 114 Musiker, darunter 49 aus Tschechien, standen gemeinsam auf der Bühne und gestalteten am Freitagabend ein mehr als beeindruckendes Neujahrskonzert der Stadt Mitterteich. Mehrere hundert Besucher bildeten einen tollen Rahmen für ein mehr als zweieinhalbstündiges Konzert der Extraklasse. Die Gesamtleitung der Deutsch-Tschechischen Bläserphilharmonie lag bei Dirigent Markus Werner, der sich über die Premiere des Orchesters beeindruckt zeigte. Werner ging beim dirigieren förmlich auf. Mit viel Leidenschaft und Elan führte er das Orchester durch den Abend. Weiterer Blickfang waren die Auftritte der elfköpfigen Marienbader Majoretten.

Im Gespräch mit den Oberpfalzmedien verwies Dirigent Markus Werner darauf, dass es insgesamt nur drei gemeinsame Proben mit dem Orchester gab. Umso erstaunlicher, dass die Musiker beider Nationen sich sofort verstanden. „Musik ist eine internationale Sprache, egal ob ein Musiker Tscheche oder Deutscher ist“, sagte Peter Dotzauer, ein anerkannter Dirigent aus Mitterteich, der ebenfalls Gast des Konzerts war. Die tschechischen Musiker, sie kommen überwiegend aus der Marienbader Musikschule „Dom a mazoretek ZUS F. Chopin Marianske Lazne“, wurden von ihrem Leiter Josef Koreis auf das Konzert vorbereitet.

Die dazugehörenden Majoretten leitet seine Frau Petra Koreisova. Durch diese günstige Konstellation war es möglich, dieses gemeinsame Konzert auf die Beine zu stellen. „Musik ist eine internationale Sprache. Viele Tschechen sprechen erheblich besser deutsch, als wir tschechisch. Die Probensprache war meist englisch“, sagte Markus Werner. Erfreulich, das dem Orchester nicht nur ältere Semester angehörten, sondern auch viele junge Musiker sich dafür begeistern ließen. Wichtig, so Werner, war, dass sich die Musiker beiden Länder kennenlernen und so vielleicht daraus Freundschaften entstehen. Dank galt der Stadt Mitterteich, die die Rahmenbedingungen für diese Projekt stellte, ohne dem das Projekt nicht geklappt hätte. Durch das Konzertprogramm wurde zweisprachig geführt, immerhin waren unter den Zuhörern auch rund hundert Zuhörer aus dem benachbarten Tschechien, die sich diesen Event nicht entgehen lassen wollten.

Mit der Rhapsody für Concert Band, „A Day of Hope“ wurde der Abend musikalisch eröffnet. Weiter ging es mit der Filmmusik „Mission“ von Ennio Morricone. Es folgte der erste Höhepunkt, als zu den Klängen des Marsches „Acta est fabula“ die Marienbader Majoretten einmarschierten und in den Farben ihre Stadt tanzten. „Dies müssen doch die hübschesten Mädchen von ganz Marienbad sein“, war oft zu gehören, angesichts der jungen hübschen Damen. Weiter gib es mit „Imagasy“, sowie der Melodie „Kyrill“, mit dem an den sagenhaften Windsturm erinnert wurde. In der Tat blies der Wind jetzt zur Musik auch in der Halle. Noch einmal stimmungsvoll wurde der erste Teil des Konzerts beendet, mit dem Marsch „Koline, Koline“, von Frantisek Kmoch. Dazu legten die Majoretten wieder einen fetzigen Tanz aufs Parkett.

In der Pause versorgten Mitarbeiter der Großkonreuther Blasmusik und der Mitterteicher Stadtkapelle die Besucher in der Aula mit erfrischenden Getränken. Nach der Pause erklang gleich die spanische Ouvertüre „Alcazar“, ehe im Anschluss die Majoretten zum portugiesischen Marsch „O Vitinho“ tanzten. Es folgte bekannte Filmmusik aus Harry Potter und „Pirates of Caribbean Medley“. Auch hier zeigte sich, das Dirigent Markus Werner das riesige Orchester im Griff hat. Noch einmal böhmisch und zünftig wurde es zum Abschluss, als der Marsch „Goldenes Prag“ und „Musik, Musik, Musik“ erklang. Beide Male tanzten dazu die Majoretten. Dirigent Markus Werner dankte allen seinem Musikern für diese wohl einmalige Projekt. Alle opferten viel Freizeit und Enthusiasmus, um mit dabei sein zu können. Die hübschen Majoretten wurden mit einer Blume seitens der Stadt Mitterteich belohnt. Stehend hörten zum Abschluss die Besucher, quasi als Zugabe, die Deutsche und Tschechische Nationalhymne, ehe mit der Europahymne ein mehr als beeindruckender Abend endete.

Viel Beifall belohnte das Projekt, dessen Erlebnis die Zuhörer so schnell nicht vergessen sollten. Nach dem Konzert trafen sich die Musiker beider Nationen in der Aula der Mittelschule zu einer Aftershow-Party, in dessen Mittelpunkt das bessere Kennenlernen stand. Auf Nachfrage der Oberpfalzmedien, ob dieses Neujahrskonzert das einzige Projekt bleibt, antwortete Markus Werner, dass er schon Ideen für ein Konzert im kommenden Jahr im Marienbader Casino hat. Freilich ob es sich umsetzen lässt, muss erst noch geprüft werden.

Text und Bilder: Josef Rosner

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