Waltraut Weber und Hans Rüth – Zwei Urgesteine verlassen Stadtverwaltung
23.01.2012
Jahrzehntelang die Stadtverwaltung geprägt
Es lag ein Hauch von Wehmut über dem Rathaus. Bürgermeister Roland Grillmeier verabschiedete offiziell zwei Urgesteine der Stadtverwaltung in den Ruhestand. Waldtraud Weber und Hans „John“ Rüth prägten über Jahrzehnte die Stadtverwaltung, jetzt gehen sie in die Freistellungsphase der Altersteilzeit.
Waltraut Weber
Zur Feierstunde waren Bürgermeister Roland Grillmeier und die Amtsleiter gekommen. Grillmeier skizzierte kurz die berufliche Laufbahn der künftigen Pensionäre. Waltraud Weber kam bereits 1966 zur Stadtverwaltung und diente nicht weniger als fünf Bürgermeistern. Vier Jähre später übernahm sie die Stadtbücherei und hat maßgeblichen Anteil am späteren Stellenwert dieser Einrichtung, sagte Grillmeier. 1985 stieg sie in die Verwaltung ein, seit 1995 war sie dann ganztags beschäftigt. Mit der Wahl von Roland Grillmeier zum Bürgermeister übernahm sie 2002 das Vorzimmer. „Wir haben fast zehn Jahre hervorragend zusammengearbeitet. Du warst kreativ, fleißig und hast über das Maß hinaus für die Stadt gearbeitet“, lobte Grillmeier. „Du warst mir immer ein wichtiger Ratgeber und hast eine Vielzahl von Veranstaltungen der Stadt mit organisiert. Kurzum, du hast mir die Arbeit erleichtert“, sagte Grillmeier weiter und überreichte die neu gestaltete Stadtvase.
Hans Rüth
Die berufliche Laufbahn für Hans „John“ Rüth begann 1965, als er in die Staatsverwaltung beim Straßenbauamt Weiden eintrat. Grillmeier zitierte die damaligen Eintragungen und berichtete von einem gewissenhaften Beamten. „Auch privat gab es nichts Auffallendes“, berichtet der Bewertungsbogen. 1979 kam Hans Rüth zur Stadtverwaltung und war zunächst in der Kasse und Kämmerei eingesetzt. 1983 wurde er zum Amtsinspektor ernannt. Ab 1996 bis zu seinem Ausscheiden im vergangenen Jahr war er als Personalsachbearbeiter tätig, ein wichtiges Amt in der Stadtverwaltung. Grillmeier lobte, er hat alle die Veränderungen der vergangenen 15 Jahre mitgetragen und mitgestaltet. „Du hast all die Jahre mit großem Fachwissen, Flexibilität und auch Menschlichkeit gearbeitet, dafür danke ich dir“, sagte Grillmeier. Zuständig war Hans Rüth für fast hundert Mitarbeiter in der Stadt, Zweckverband und VG Mitterteich. „Du warst kollegial ein absolutes Vorbild“ sagte Grillmeier, „auch weil du immer die Gemeinschaft gepflegt hast“. Rüth war zudem zehn Jahre lang Personalratsmitglied. Zum Abschied dankte ihm Grillmeier mit einer Stadtuhr. Personalratsvorsitzender Christian Pößl dankte beiden „Urgesteinen der Stadtverwaltung“ für eine stets kollegiale Zusammenarbeit, im Auftrag aller Mitarbeiter. „Ihr seid in der Stadtverwaltung immer gerne gesehen, wenn ihr uns besuchen kommt“.
In kurzen Dankesworten erinnerten die beiden Ausgeschiedenen an ihre berufliche Laufbahn. Waltraud Weber sagte, „es war einfach eine schöne Zeit, ich habe gerne für die Stadt gearbeitet, aber jetzt bin ich auch gerne daheim“. Sie erinnerte kurz an die Berufung ins Vorzimmer des Bürgermeisters, als Grillmeier sie kurz nach seiner Wahl fragte. „Ich habe nach einer kurzen Denkpause gleich zugesagt und ich habe die Arbeit im Vorzimmer nicht bereut“. Jetzt nach 45 Arbeitsjahren genieße sie den Ruhestand, vor allem freut sie sich auf viele Freiheiten, die sie gemeinsam mit ihren beiden Kindern genießt. Hans Rüth erinnerte an die vielen Umstellungen und gesetzlichen Veränderungen, die seine Arbeit nicht leichter machten. „Ja ich habe viel erlebt“, sagte Rüth und bedauerte, dass der Bürokratismus immer mehr zunimmt. „Meine ersten Berufsjahre waren die schönsten“, sagte Rüth und verwies darauf, dass es damals noch etwas lockerer zuging, als heute. „Dennoch, es waren schöne Jahre in der Stadt, Danke für die schöne Zeit“. Künftig wird es Rüth aber nicht langweilig werden. „Ich bin jetzt fast jeden Tag auf dem Sportgelände des SV Mitterteich“, wo er Jugendabteilung des SV Mitterteich sein Herz gehört.
Text und Bild: Josef Rosner










