Ehrenmedaille der Stadt für Herma Laumer und Veronika Halbauer
01.12.2010
„Diebeiden großen Damen des Mitterteicher Sports“
„Wir ehren heute die beiden großen Damen des Mitterteicher Sports“, sagte Bürgermeister Roland Grillmeier, als er am Freitagabend, im Rahmen eines Festsitzung, Herma Laumer und Veronika Halbauer mit der Ehrenmedaille der Stadt auszeichnete. Beide sind seit mehr als 50 Jahren Aktivposten des TuS und ATS Mitterteich.
„Ihr habt den Ruf unserer Stadt als Sport- und Freizeitstadt mit geprägt“
Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich über beide „Power-Frauen“, die für Sport in Mitterteich stehen und gemeinsam in ihren Vereinen eine Ära des sportlichen Aufschwungs eingeleitet haben. „Ihr habt den Ruf unserer Stadt als Sport- und Freizeitstadt mit geprägt“, sagte Grillmeier. Er verwies auf eine Studie, wonach Menschen die Sport treiben, weniger kriminell werden, weniger für Suchtmittel anfällig sind und es im Leben einfach weiter bringen. „Ihr habt mit dazu beigetragen, dass junge Menschen über den Sport vernünftig erzogen wurden. Herma Laumer und Veronika Halbauer sind ein Musterbeispiel und Vorbild und stehen für ehrenamtliches Engagement“. Weiter sei an beiden Damen erkennbar, dass Sport jung hält, „beide strahlen Optimismus aus und tragen den Sport in sich“.
Auch im Seniorensport aktiv
Bei ihrer Arbeit in den Vereinen stehen beide Damen für Einsatz, Aktivität und Kreativität, gerade im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Doch auch im Seniorensport sind beide aktiv, wobei sich gerade Frauen mehr zur Bewegung hingezogen fühlen, als Männer. Weiter sagte der Bürgermeister, „solche Vorbilder braucht unser gesellschaftliches Leben“. In seiner Laudatio für Herma Laumer erinnerte der Bürgermeister an den Beginn für den TuS im Jahre 1958, seit dieser Zeit datiert ihre Liebe zum Turnen und Tanz. 1979 hat sie die Gardetanzgruppe beim TuS aus der Taufe gehoben. Ihr ist es zu verdanken, dass die TuS-Garden weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind.
Laumer Gründerin Mutter & Kind-Gruppe und „Ü 50“-Gruppe
Weiter gründete Frau Laumer die Mutter & Kind-Gruppe, sowie die Seniorengruppe und die Gruppe „Ü 50“ beim TuS. Hinzu kommt ihr Engagement im Fasching. Unvergessen ihre Auftritte als „Fosnatnigl“ oder „Stodratschn“. Grillmeier bezeichnete die 67-jährige als „Unikum“ im allerbesten Sinn und als unverzichtbar für die Stadt. Veronika Halbauer begann ihre sportliche Laufbahn mit 14 Jahren beim TuS, ehe sie sechs Jahre später zum ATS wechselte. Die heute 77-jährige ist seit 56 Jahren Übungsleiterin.
Generationen von jungen Menschen geformt
Beim ATS gründete sie die Sparte Turnen, bald danach die Turnierriege und die Prinzengarde. Ein Renner wurde das Frauenturnen, das die 1964 ins Leben rief. Bis zu sechzig Frauen kamen in die Turnstunden. Aus dieser Generation entwickelte sich später den Seniorenturnen. Heute besuchen bis zu zwanzig Frauen von 55 bis 75 Jahre die allwöchentlichen Gymnastikstunden. „Turnen hält fit, sie lebt es in ihrer unvergleichlichen Art und Weise vor“. Bürgermeister Roland Grillmeier stellte ihre liebenswürdige und zuvorkommende Art heraus, „man merkt, bei dir steht immer der Mensch im Mittelpunkt“. Beide Damen, so der Bürgermeister abschließend, haben Generationen von jungen Menschen geformt und geprägt und überreichte ihnen die Auszeichnungen.
Dank an Familie und Ehemann
Herma Laumer bekannte, „so aufgeregt wie heute war ich schon lange nicht mehr“ und zeigte sich über die hohe Ehrung „total überrascht“. Sie erzählte kurz aus dem Nähkästchen, „ich habe Hunderte von Kindern zum Turnen gebracht, habe Tränen getrocknet und mit ihnen Erfolge gefeiert“. Als schönsten Lohn bezeichnete sie die Tatsache, wenn heute frühere Gardemädchen kommen und selber ihre Kinder in die Turnstunden bringen. Dank zollte Herma Laumer auch ihrer Familie und besonders Ehemann Hermann, „auch wenn er manchmal brummte“. Veronika Halbauer freute sich, dass viele ehemalige Turnerinnen und Gardemädchen von früher, sie heute noch kennen und grüßen.
„Ich werde oft von ihnen auf der Straße angesprochen, dies freut mich sehr“. Frau Halbauer sagte, ihre Generation sei noch vom Krieg geprägt gewesen, „da war der Sport eine willkommene Abwechslung“. Abschließend kündigte sie an, sich nicht aufs Altenteil zurückziehen zu wollen. „Solange es geht, bleibe ich dem Sport aktiv verbunden“. Beide Damen freuten sich über die Glückwünsche des nahezu komplett versammelten Stadtrates.
Text und Bilder: Josef Rosner










