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Verabschiedung von der evangelischen Pfarrerin Sonja Schobel

Bürgermeister Roland Grillmeier lobte Pfarrerin Sonja Schobel in den höchsten Tönen.

10.12.2010

„Ich befürchte wir werden dich vermissen“, sagte Tirschenreuths Pfarrer Ralph Knoblauch und sprach damit den meisten Gläubigen aus der Seele. Viele Redner würdigten besonders die menschliche Art der scheidenden Pfarrerin Sonja Schobel.

Stadt mitgestaltet und sogar verändert

Den Reigen der Redner eröffnete Bürgermeister Roland Grillmeier. „Wir müssen uns von einer Frau verabschieden, die unsere Stadt in den wenigen Jahren geprägt, mitgestaltet und sogar verändert hat“. Mit Herz und Gefühl hat sie Sachen verändert, die heute ganz selbstverständlich sind. „Sie hat es geschafft, die evangelische Kirche mehr in den Mittelpunkt zu rücken“. Grillmeier erinnerte an die Höhepunkte der vergangenen fast sechs Jahre, „wo wir eigentlich nur gefeiert haben“ und bestätigte Pfarrerin Sonja Schobel, dass sie die Gläubigen in Mitterteich ein Stück näher zusammengebracht hat.Für ihren Weggang zeigte der Bürgermeister Verständnis, „sie haben ihre Reifeprüfung bestanden und sind bereit für größere Aufgaben“. Als Abschiedsgeschenk hatte er ein Porzellanservice und ein Bild des Oberpfälzer Künstler Erwin Otte mitgebracht.

Besondere Menschlichkeit

Abschiedsworte sprachen Leonbergs Bürgermeister Gottfried Staufer, Wiesau`s Rathauschef Toni Dutz und Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun. Sie alle hatte die besondere Menschlichkeit von Pfarrerin Sonja Schobel beeindruckt. Für die Schulen dankte Grundschulrektorin Heike Merther, „gut dass wir sie hatten, schade dass sie jetzt gehen“.

Wolgang Hecht: „Schod das gaiht“

Adalbert Busl dankte für die Wiesauer Schulen und erinnerte an stets lebendigen Unterricht. Für die Berufsschule dankte Wolfgang Hecht im typischen Stiftländer Dialekt „schod das gaiht“ und betonte, dass sie im Lehrerkollegium eine Lücke hinterlassen wird. Pfarrer Max Früchtl (Wiesau) meinte, „wir sind alle Gottes Töchter und Söhne, wir gehören zusammen und durften dies oft erleben“. Für die gemeinsam erlebte Ökumene sagte er ein schlichtes Vergelts Gott.

Stadtpfarrer Anton Witt: „Sie hat Steine ins Rollen gebracht“

Stadtpfarrer Anton Witt sagte, „ich habe sie kennengelernt als eine aktive Frau, die die Ökumene neu belebt hat. Sie hat Steine ins Rollen gebracht“, dankte der Stadtpfarrer. Pfarrer Ralph Knoblauch (Tirschenreuth) zeigte sich überzeugt, „wir werden von Sonja Schobel nochmals hören, dann werden viele sagen, die war mal früher Pfarrerin bei uns“. Der Geistliche bescheinigte, „du warst für uns eine Bereicherung“. Pfarrer Ulrich Gruber (Waldsassen) hat ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk mitgebracht, ein großes Schaf soll sie begleiten auf ihren Weg nach Ingolstadt.

Es floss noch manche Träne

Für die Feuerwehr dankte Vorsitzender Otto Weiß, dass sie als Pfarrerin  stets die Feste der Wehr begleitet hat. „Wir von der Feuerwehr konnten uns auf sie verlassen und sie konnten sich auf die Feuerwehr verlassen“, spielte Weiß auf den Schwelbrand in der Christuskirche an. Otto Weiß überreichte einen geschnitzten Florian, der laut Pfarrerin einen Ehrenplatz bekommen wird. Beim anschließenden Empfang im Gemeindesaal nahm die Kirchengemeinde Abschied von einer beliebten Pfarrerin, da floss nochmals so manche Träne.

Text und Bilder: Josef Rosner