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Tausende von Besuchern beim Tag der offenen Gartentüre

„Ein Idyll vor der Haustüre“

29.06.2010 „Ich bin heute zum ersten Mal im Kreislehrgarten, es ist ein Idyll für die Menschen“, sagte Landrat Wolfgang Lippert beindruckt, als er Sonntagvormittag gemeinsam mit Bürgermeister Roland Grillmeier den Tag der offenen Gartentür eröffnete. Etwa dreitausend Menschen, so erste Schätzungen, besuchten den Kreislehrgarten und fünf Mitterteicher Familiengärten. Vorsitzender Alfred Hecht hieß die geladenen Gäste willkommen. Erfrischungen mit Sekt und Holundersaft wurden gereicht. Landrat Wolfgang Lippert, in Personalunion auch Kreisvorsitzender des Obst- und Gartenbauverein, dankte dem Kreislehrgarten, sowie den fünf Mitterteicher Familien, dass sie ihre Gärten für den Besuch von Menschen öffnen.

Anregungen für zuhause

Geöffnet hatten noch der „Gedankengarten“ von Christine Böhm und die Umweltstation in Waldsassen. „Beim Blick in die Privatsphäre“ durften die Besucher so manchen Tipp und Anregungen für zuhause mitnehmen. Der Landrat dankte den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Mitterteich, die sich der Pflege des Kreislehrgartens verschrieben haben. Beeindruckt zeigte er sich von der Jugendarbeit, vierzig Kinder sind hier Woche für Woche engagiert. Bürgermeister Roland Grillmeier nannte humorvoll den Kreislehrgarten als einzige Kreiseinrichtung in der Stadt. Er fand es toll, was hier ehrenamtlich auf die Beine gestellt wird. Bewährt hat sich nach seinen Worten der unmittelbar am Kreislehrgarten vorbeiführende Rad- und Wanderweg. Viele Besucher machten so einen Abstecher in den Garten. Sein Dank galt den Familien, die ihre Privatgärten der Öffentlichkeit zugängig machen.

"Wassermolche" führen durch den Garten

Im Anschluss daran führten die „Wassermolche“, dies sind Mitglieder der Kindergruppe, die Ehrengäste durch den Garten und erläuterten ihnen die Besonderheiten. Zur Erinnerung an den Tag der offenen Gartentüre wurde bei der Teichanlage ein Eschenahorn gepflanzt. Den ganzen Tag über besuchten Besucher die rund 1,2 Hektar große Gartenanlage. Am Nachmittag bewirteten Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins die Gäste.

Gartenanlge von Monika und Anton Bauernfeind

Kaum fassen konnten die Mitterteicher Privatgärten die vielen Besucher, die den ganzen Tag über in Scharen kamen. Eindrucksvoll erlebten sie, wie die Gartenbesitzer mit viel Liebe zum Detail ihre Gärten gestaltet haben. Beim Gang in die rund 2000 Quadratmeter große Gartenanlage von Monika und Anton Bauernfeind, in Großbüchlberg, blieb vielen Besuchern die Spucke weg. Einfach herrlich die unzähligen Blumen, der Garten vereint Wohn- und Nutzgarten auf eindrucksvollste Weise. Gerne stellten sich die Gartenbesitzer den vielen Fragen der Besucher. Derweil sorgten die Kinder der Bauernfeinds in der heimischen Garage für das leibliche Wohl ihrer Gäste.

Hans Schraml dankte den Gartenbesitzern

„Stadtgarten mit Teich und Bachlauf“, so war die Gartenanlage von Herma und Hermann Laumer umschrieben. Auf etwa 300 Quadratmeter erlebte der Besucher, dass der Garten auch im Stadtbereich Erholung auf engstem Raum bieten kann. Liebevoll plätscherte der Bachlauf zum Gartenteich. Dazu eingebaut, als Neuheit, ein Goldfischturm. Waldsassens früherer Bürgermeister Hans Schraml meinte dazu als Gast, „es lebe die Arbeit“ und dankte den Gartenbesitzern, dass sie die Menschen an ihrer Gartenliebe teilhaben lassen. Überlaufen auch die anderen Gärten der Familien Helga und Johann Haberkorn, Anne Schmidt und Herbert Dollhopf. Es wurde wieder einmal deutlich, mit welch ungeheuren Arbeitsaufwand die Menschen an ihren liebgewonnenen Garten arbeiten. Die vielen Gäste waren dankbar, dass sie daran teilhaben durften.

Text und Bilder: Josef Rosner