Staatssekretär Markus Sackmann informierte sich über die Arbeit der Integrationsfirmen
Sozial-Staatsekretär Markus Sackmann war unter Zeitdruck. „Ich mache ihnen den Vorschlag, benennen sie mir die Themen und die Teilnehmer, verabreden wir einen Termin in München und klären dann Punkt für Punkt ab“, sagte der Staatssekretär zu den Teilnehmern. Die Mitglieder der Oberpfälzer und niederbayerischen Integrationsfirmen waren sichtlich überrascht und nahmen erfreut dieses Angebot an.
Zu dem Gespräch in die Zentrale der Lebenshilfe hatte „ARBEIT & LEBENshilfe gGmbH“ geladen. Die beiden Sprecher Berthold Kellner und Michael Endl hatten Forderungen an die Politik ausgearbeitet, die sie mit dem Staatssekretär diskutieren wollten. Darin fordern sie, die Vereinheitlichung und gegenseitige Anpassung der Förderkriterien, eine individuelle Beurteilung der Leistungsfähigkeit durch einen Fachausschuss und eine Stärkung der Integrationsfirmen. Weiter wollen sie, dass der Anspruch „Erster Arbeitsmarkt“ für ihre Mitarbeiter aufgehoben wird, dies sei realitätsfremd. „Unsere Mitarbeiter mit Behinderung haben auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance“, sagte Kellner. Ein weiterer Wunsch sei, dass die Finanzierung dieser Aufgaben nicht durch eine Ausgleichsabgabe, sondern mit Steuermittel erfolgt, auch weil hier mit stabileren Einnahmen zu rechnen ist. Da hackte Markus Sackmann ein und betonte, dass dies kaum zu bewerkstelligen ist, zumal die Ausgleichsabgabe enorm gestiegen ist.
Insgesamt gibt es in der Oberpfalz und Niederbayern zwölf Integrationsfirmen mit nahezu 700 Mitarbeitern. Das Angebot zum Gespräch in München wurde von allen Beteiligten mit großer Freude angenommen.
Text und Bilder: Josef Rosner











