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Spatenstich für den Erweiterungsbau der KJF-Werkstätten

Werkstattleiter Josef Fick (unser Bild) stellte das Bauprojekt vor, das in vier verschiedenen Bauabschnitten verwirklicht wird. Bis zum Spätherbst 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

19.04.2012

„Wir freuen uns schon lange auf diesen Tag, für uns ist das ein Freudentag“, sagte ein sichtlich strahlender Bürgermeister Roland Grillmeier. Am ersten Arbeitstag nach seinem wohlverdienten Urlaub fand am Montagnachmittag der Spatenstich für den Erweiterungsbau der KJF-Werkstätten St. Elisabeth statt. In die vier Bauabschnitte werden insgesamt rund 2,85 Millionen Euro investiert. Geschaffen werden dadurch 45 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.

Mitterteicher Einrichtung mit aktuell 160 Arbeitsplätzen platzt aus allen Nähten

„Wir wollen dem steigenden Bedarf gerecht werden“, sagte KJF-Direktor Michael Eibl in seiner Begrüßung und machte deutlich, dass die Mitterteicher Einrichtung mit aktuell 160 Arbeitsplätzen aus allen Nähten platzt. Aktuell ist die Werkstätte in Mitterteich mit mehr als 33 Prozent überbelegt, „wir brauchen mehr Platz“, sagte Eibl. Die Katholische Jugendfürsorge hat sich die Integration der Menschen mit Behinderung an ihrem Arbeitsplatz an die Fahnen geheftet. Dank galt dem Bezirk Oberpfalz für die gewährte Unterstützung. Eibl hob die Katholische Jugendfürsorge auch als wirtschaftlichen Faktor hervor. In den vier Werkstätten der Diözese Regensburg arbeiten nahezu 1000 Menschen. Dank zollte Eibl den Zuschussgebern für das 2,85 Euro-Millionenprojekt. Das Sozialministerium steuert 1,22 Millionen Euro bei, der Bezirk Oberpfalz 94500 Euro und die Bundesagentur für Arbeit 189000 Euro.

Im Spätherbst 2013 sollen die Arbeiten beendet sein

Werkstattleiter Josef Fick stellte das Bauprojekt vor. Die Projekte werden in vier Bauabschnitte in Angriff genommen. „Im Spätherbst 2013 sollen die Arbeiten beendet sein“, sagte Fick. Die Bauarbeiten werden bei laufendem Betrieb begonnen und auch beendet. Erweitert werden die Küche, die Metall- und Montagewerkstatt, sowie die Wäscherei. Eine Erweiterung erfahren die Lagerhalle, sie erhalten zudem überdachet Ladezonen. Weitere Freilagerbereiche sollen genügend Platz für die Küche und Wäscherei bieten. Weiter werden größere Umkleide- und Sanitärbereich gebraucht. Der Hauptzugang zu den Werkstätten wird künftig überdacht sein. Ausdrücklich betonte Fick das Recht der Menschen mit Behinderung auf Arbeit. „Zusammen mit einer individuellen Betreuung und Förderung wollen wir den behinderten Menschen einen Arbeitsplatz anbieten, der ihrer Eignung und Neigung entspricht“, sagte Fick. Künftig werden sich die Werkstätten verstärkt mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen. Ziel ist es, den Menschen mit Behinderung einen Platz im ersten Arbeitsmarkt zu sichern. Erfolgen kann dies mit Integrationsfirmen, Unterstützter Beschäftigung, oder in Außenarbeitsplätzen. Abschließend betonte der Werkstattleiter, „durch den Neubau sind wir bereist auch großen Aufträge in Empfang zu nehmen“. Dank galt den Betrieben aus der Region, die die Werkstätten mit Arbeit „futtern“.

Die wertvolle Arbeit der Katholischen Jugendfürsorge lässt sich nicht mit Geld aufwiegen

Bezirkstagspräsident Franz Löffler vermutete nicht schlecht, als er feststellte, „wenn eine Werkstatt gebaut wird, handelt es sich meist um Arbeit“. Mit dem Erweiterungsbau werde die Basis geschaffen, Menschen mit Behinderung einen sicheren Arbeitsplatz zu stellen. Löffler betonte, „Arbeit gehört zum Leben dazu“ und verwies auf das Grundrecht der Arbeit. Bei seinen Besuchen habe er immer wieder die Freude feststellen können, wie die Menschen mit Behinderung mit Freude und Spaß arbeiten. Die KJF lobte er als tollen Partner, der zudem heuer seinen 100. Geburtstag feiert. Die wertvolle Arbeit der Katholischen Jugendfürsorge lasse sich nicht mit Geld aufwiegen und zollte seinen Respekt den Menschen mit Behinderung für ihre Arbeit. Positiv sah er, dass 45 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, der Bedarf ist gegeben. Positiv nannte Löffler den Umstand, dass die Werkstätten auch den Querverbund zum ersten Arbeitsmarkt suchen. Bürgermeister Roland Grillmeier bezeichnete Mitterteich als sozialen Mittelpunkt der Region, „unser sozialer Standort entwickelt sich weiter“. Grillmeier zeigte sich glücklich, dass die langen Jahre der Planung endlich abgeschlossen sind und endlich die Bagger rollen. Dank galt den Unternehmen der Region, die die Werkstätten mit Aufträgen unterstützen. „Wir sind dankbar für diese Investition“, sagte Grillmeier, der auch die Glückwünsche des verhinderten Landrats Wolfgang Lippert überbrachte. MdL Tobias Reiß gratulierte zum Spatenstich und überbrachte auch die Glückwünsche von Sozial-Staatsekretär Markus Sackmann, der an diesem Montag in Rom weilte. „Mit dieser Erweiterung setzt die Katholische Jugendfürsorge weitere Akzente in der Region“, dankte Reiß. Abschließend durften die Ehrengäste ihre überschüssige Kraft beim Spatenstich testen. Die Freude über die Erweiterung war allen anzusehen.

Bild und Text: Josef Rosner