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"Sing Out" auf ihrer Tour "Die anonymen A-Cappelliker"

Ein glänzender Auftritt der Truppe "Sing Out" vor begeisterem Publikum im Josefsheim

08.01.2012

Innerhalb weniger Tage ausverkauft war am Samstag das letzte Konzert von „Sing-Out“, auf ihrer Tour „Die anonymen A-Cappelliker“, im Mitterteicher Josefsheim. Die sieben Stimmkünstler wurden umjubelt, als handele es sich um Topstars. Mit diesem Konzert verabschiedete sich zweiter Tenor Manuel Jeltsch von der Gruppe, er will künftig musikalisch etwas kürzer treten.

Singtruppe besteht schon seit fast 10 Jahren

Sing-Out wurde 1993 gegründet, zu den Gründungsmitgliedern und Mentoren der Gruppe zählt mit Uli Roth auch ein amtierender Bürgermeister, der in Krummennaab seinen Dienst leistet. Ein Heimspiel hatte der Mitterteicher Markus Schuller, der seit 1999 der singenden Truppe angehört. Roth sagte im NT-Gespräch, dass die Konzertreihe mit „Die anonymen A-Cappelliker“ von 4.000 Menschen besucht wurden, ein großer Erfolg für die Hobbytruppe, denen man die Freude am Singen bei jedem Song anhört und diesen auch spürt. Ab diesem Jahr wird „Sing-Out“ nur noch zu sechst auftreten. Das neue Programm wird vorgestellt am 7. Juli, bei einem A-Cappella-Open-Air, auf der Burgruine Weißenstein, Beginn 20.30 Uhr.

Glänzender Auftritt mit Abstechern in alle Bereich der Musikwelt

In Mitterteich boten sie am Samstag ein zweistündiges musikalisches Programm, das es in sich hatte. Die sieben Sänger bewiesen nicht nur großartige gesangliche Talente, sondern hatten auch schauspielerisch einiges zu bieten. Mit ihren ersten Songs präsentierten sie sich als „Therapiegruppe Betreutes Wohnen“, mit Rollator und Essnapf. Manuel Jeltsch als GEZ-Mann mahnte seine Boy-Group, „es ist Zeit für einstimmiges Singen“. Musikalisch begann der Abend mit „Hello again“ von Howard Carpendale, sowie „S´Lehm is wira Traum“, von Spider Murphy Gang. Alle Lieder wurden ohne musikalische Begleitung gesungen, vielmehr machten sich die Sänger die Musik selber dazu. Ein Höhepunkt, der Hit „Banküberfall“ der österreichischen Gruppe EAV, glänzend vorgetragen von Markus Schuller, der bei seinem Heimspiel auch komödiantisches Talent unter Beweis stellte. „Ich bin der Peter und dies ist meine Therapiegruppe, die will noch nicht erkannt werden“, sagte Uli Roth, der als Therapeut die Gruppe auf der Bühne „begleitete“. Gesanglich zum Thema gemacht wurde auch das oft einerlei Essen in den Heimen mit „Allerwei ner Roum“. Einen musikalischen Abstecher machte Sing-Out auch zur Neuen Deutschen Welle, als sie den Ohrwurm „Major Tom“ besangen. Glänzend der Auftritt von Armin Steinhauser, als er den Top-Hit „A groovy kind of love“ sang. Einen Abstecher in die herrliche italienische Sprache wagte Johannes Grünbauer mit „Donne“, einem einzigartigen Lob an die Frauenwelt. Beendet wurde der erste Teil des Abends mit einem Besuch in einem Bergwerksstollen bei Dresden, wobei sich Uli Roth, in sächsischem Slang, als ein ausgewiesener Kenner der dortigen Stollenszene outete. Passend dazu der Hit von Reinhard Fendrich „Weist a Herz hast wie a Bergwerk“.

Begeisterte Zuschauer – vier Zugaben

Nach der Pause ging es gleich international weiter. Mit „Moskau“ von Dschingis Khan gesungen und von Erfolgskomponist Ralph Siegel erfunden, nahm Sing-Out die Zuhörer mit auf die Reise in die Ost-Metropole. Italienisch wurde es mit „Zwei kleine Italiener“, ehe es rockig mit „Born to be wild“ in die heiße Phase des Konzerts ging. Mit weiteren Hits von „Silbermond“ und Dusty Springfield nahm das Vokalensemble die Zuhörer mit auf die Reise rund um die Welt. Popsongs, Oldies, Klassiker, alles was die sieben Stimmkünstler anboten, begeisterte das Publikum. Stürmischer Applaus belohnte die Sänger für ihre gesanglichen Leistungen, wie es Vergleichbares in der Region kaum gibt. Mit „Angels“ von Robbie Williams, „Rote Lippen soll man küssen“, „For the longest time“ und „Wonderful world“ erklatschten sich die Zuhörer gleich vier Zugaben, die Sing-Out gerne und bereitwillig gewährte. Schon heute darf man sich freuen auf das neue Sommerprogramm der dann sechs Sänger. Premiere ist mit einem Open-Air auf der Burgruine Weißenstein.

Text und Bilder: Josef Rosner