Das "Oierhiartn" ist ein jahrzehnte alter Mitterteich Osterbrauch.
Der Oberpfälzer Volkskundler Franz Xaver von Schönwerth beschrieb schon um 1890 herum dieses Osterspiel so: "Zwei stoßen die Eyer aufeinander, zuerst Spitz auf Spitz, dann Spitz auf Arsch oder umgekehrt. Wessen Ey bricht, verliert es an den anderen."
Oierhiartn am Ostersonntag beim Heimatbrunnen
Am Ostersonntag treffen sich die Teilnehmer nach dem Mittagessen zum "Oierhiartn" auf dem Johannisplatz. Bei schönem Wetter versammeln sich dort bis zu einhundert Personen um den österlich geschmückten Heimatbrunnen.
Man "hiartet", wie es sich gerade ergibt. Kinder wie Erwachsene treten gegeneinander an. Mit dem Ausspruch: "Spitz auf Spitz – Ruck auf Ruck", oder bei etwas deftigerer Sprache auch "Oarsch auf Oarsch" werden die Eier zuerst mit der Spitze und dann mit dem Rücken gegeneinander gestoßen.
Jeder tritt gegen jeden an
Wessen Ei zwei Bruchstellen abbekommt, ist der Verlierer. Der Kontrahent erhält das Ei. Steht das Eierspiel dagegen immer noch unentschieden, stößt man die Eier seitlich zusammen, um zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen. Auf diese Art und Weise tritt fast jeder gegen jeden an.
Das "Oierhiartn" dauert so lange, bis sich keine Zwei mehr finden, die mit einem intakten Ei gegeneinander antreten können.
Weitere Informationen
Weitere Informationen über diesen Brauch, der auch in Österreich, auf dem Balkan und in Russland nachgewiesen ist, gibt es auf Wikipedia: Ostereiertitschen auf Wikipedia




















