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Nicole Schuller an der Spitze des Fördervereins des Museums

Das Führungstrio des Fördervereins „Museumslandschaft Mitterteich e. V.“ ist wieder komplett. Von links: Stellvertreter Karl-Heinz Ernstberger, die neue Vorsitzende Nicole Schuller, Stellvertreterin Mila Braun und Bürgermeister Roland Grillmeier.

11.10.2010

Karl-HeinzErnstberger neuer 2. Vorsitzender

inschneidende Veränderungen gab es jetzt beim Förderverein „Museumslandschaft Mitterteich e. V.“. Nach den Rücktritten von Vorsitzender Gabriele Wenisch und ihres Stellvertreters Walter Artmann wurde nun Nicole Schuller zu neuen Vorsitzenden gewählt. Neuer Stellvertreter ist 2. Bürgermeister Karl-Heinz Ernstberger, neben Mila Braun, die bereits seit der Gründung im März 2009 im Amt ist. Beide wurden einstimmig in ihr neues Amt gewählt, im Frühjahr kommenden Jahres finden dann die regulären Neuwahlen statt.

Seit Eröffnung schon über 4.820 Besucher und 47 Führungen

Stellvertretende Vorsitzende Mila Braun leitete nach den Rücktritten die Amtsgeschäfte und berichtete bei ihrem Jahresrückblick, im Cafe des Porzellanmuseums, von aktuell 75 Mitgliedern. Erfreulich die Zahl der Besucher im Museum, das bislang von 4.820 Menschen besucht wurde. Von dem fünfköpfigen Team wurden bisher 47 Führungen durchgeführt. Alleine am vergangenen Samstag, so Frau Braun, fanden fünf Führungen durchs Museum statt. Dabei profitierte das Museum auch von der Zoiglausstellung, das mehr Besucher als erwartet anlockte. Die Sprecherin berichtete von Gästen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus dem Ausland, wie Österreich. „Es macht Freude, wenn sich die Leute interessieren und wir ihnen etwas erzählen können“, sagte Frau Braun. Besonders freute sie sich über den Besuch früherer Kollegen, die das Team des Fördervereins in ihrer Arbeit bestärken und betonten, dass die Entscheidung mit dem Museum richtig war. „Ihr habt wenigstens noch etwas, haltet die Tradition des Porzellans aufrecht, andere haben alles weggeschoben“, berichtete Mila Braun. Abschließend zeigte sie sich überzeugt, dass das Museum und die Führungen eine Werbung für die Stadt sind. Für heuer kündigte sie die Museumsnacht am 22. Oktober an, am 4. Dezember gibt Reinhard Zeus ein Konzert im Museum.

Bürgermeister Roland Grillmeier dankt Helfern und Mitarbeitern

Bürgermeister Roland Grillmeier dankte Mila Braun, die in einer nicht leichten Zeit Verantwortung übernommen hat, „sie hat mit großer Überzeugung gearbeitet“. Der Bürgermeister betonte rückblickend, die richtige Entscheidung für das Museum getroffen zu haben. „Wir mussten einen Teil der Porzellantradition bewahren, dies war wichtig“. Dank galt dem Museumsteam, mit Maria Kunz, „ohne hauptamtliches Personal geht es nicht“, sagte Grillmeier. Dank galt Nicole Schuller, die seit einiger Zeit dem Team neu angehört, sowie den vielen ehramtlichen Mitarbeitern.

Großes Veranstaltungsprogramm im Jubiläumsjahr - 875 Jahre Mitterteich

Grillmeier erinnerte in gestraffter Form an eine Vielzahl von Veranstaltungen, die heuer im Museum stattfanden. Höhepunkte waren die Ausstellung „Königstraum und Massenware – 300 Jahre Porzellan“, eine Bilderausstellung der Designschule Selb, sowie jüngst die Zoiglausstellung. Gut angenommen wurden die Porzellanmalkurse für Kinder, diese sollen nun auch auf Erwachsene ausgeweitet werden. Forciert werden sollen die Kontakte zum Museum nach Eger, „hier ist noch vieles möglich“. Als erstes Projekt ist eine gemeinsame Ausstellung „Genossen unter Glasur“ geplant. Weiter soll es ab 2011 eine Dauerausstellung mit Krippen geben. Gezeigt wird unter anderem die Stadtkrippe. Angeschafft werden zudem zwei Medienstationen fürs Museum, wo Filme übers Porzellan, Glasherstellung, Zoigl und das Städteporträt gezeigt werden. Weiter ist die Errichtung einer Schusterwerkstatt in den Museumsräumen geplant, sowie ein eigener „Glastag“. Abschließend wünschte sich Bürgermeister Roland Grillmeier noch viele neue Mitglieder.

Noch viele Verbesserungen geplant

In der abschließenden Diskussion wurde die Möglichkeit einer Dauerkarte erörtert, dieses soll geprüft werden. Mit dabei ist das Porzellanmuseum mit der Kombikarte aller acht Museen im Landkreis. Mit dieser Karte können landkreisweit alle Museen besucht werden. Weiter erhalten die Mitglieder des Fördervereins einen Mitgliedsausweis, mit dem sie günstiger im Porzellanverkauf einkaufen können. Angeregt wurde noch, Andenken zu schaffen. Viele Besucher fragten danach und wollen etwas Bleibendes mit nach Hause nehmen. Auch darüber will sich der Förderverein unterhalten, ebenso über noch bessere Werbemöglichkeiten für das Museum.

Text und Bild: Josef Rosner