Neuer Radweg von Kleinsterz bis zur Autobahnausfahrt Wiesau
20.08.2010
Knapp eine halbe Million Euro Kosten
„Dies ist ein bedeutender Lückenschluss in die Waldnaabaue, es ist beeindruckend, was in den vergangenen Jahren für ein tolles Radwegenetz im Stiftland geschaffen wurde“, sagte Bürgermeister Roland Grillmeier, als die Baumaßnahme offiziell vorgestellt wurde. Derzeit läuft die Ausschreibung, mit den Bauarbeiten soll Ende September begonnen werden.
Rund 2,2 Kilometer Länge
Bauherr ist das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach. Entstehen soll von Kleinsterz aus ein Geh- und Radweg, der rund 2,2 Kilometer lang sein wird und bis zur Autobahnausfahrt Wiesau führen wird. Der geplante Weg verläuft weitestgehend auf bestehendem Geländeniveau parallel zur Staatsstraße Mitterteich nach Wiesau. Der Weg hat eine Fahrbahnbreite von 2,50 Meter mit jeweils einen halben Meter Bankette. Von den insgesamt 2.207 Meter Gesamtausbaulänge befinden sich bis auf 52 Meter alle Flächen auf dem Gebiet der Stadt Mitterteich.
Fertigstellung Ende Juni 2010
Wie Diplom-Ingenieur Peter Bork mitteilte, der die Planungen erstellt und auch mit der örtlichen Bauüberwachung betraut ist, sagte, läuft derzeit die Ausschreibung. Ende September/Anfang Oktober soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die späteste Fertigstellung ist für Ende Juni 2010 vorgesehen. Derzeit rechnet Bork mit Kosten in Höhe von rund 490.000 Euro, wobei hier der Grunderwerb und Baunebenkosten bereits beinhaltet sind, wobei die Ausschreibung dann zeigen wird, ob diese Kosten eingehalten werden können.
Im Zuge des Ausbaus des Radwegenetzes wird auch das Hufeisen an der früheren Tirschenreuther Einfahrt ins Stadtgebiet rückgebaut. Ein Großteil der anfallenden Erdmassen wird ausgebaut und im neuen Radweg wieder eingebaut. Der Rest an Erdmassen wird auf einer Halde für eine spätere Wiederverwendung zwischengelagert. Nach dem Rückbau des Hufeisens, wofür derzeit ebenfalls die Ausschreibung läuft, entsteht eine rund 8.000 Quadratmeter große Freifläche. Etwa 1.000 Quadratmeter davon werden für den Ausbau einer neuen Zufahrt zum Städtischen Bauhof benötigt, die in den Jahren 2011/2012 neu errichtet werden soll. Diplom-Ingenieur Peter Bork sieht darin eine sinnvolle Verwendung wertvoller Baustoffe. An Kosten für den Rückbau des Hufeisens rechnet Bork mit rund 225.000 Euro.
Keine Kosten für die Stadt
Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich, dass nach neun Jahren der Planung endlich der Lückenschluss des Radwegenetzes vollzogen werden kann. Der Radweg von stadtauswärts bis Kleinsterz besteht und auch der Radweg von Leugas her bis zur Autobahnausfahrt Wiesau existiert bereits. „Dieser Lückenschluss ist notwendig“, sagte Grillmeier und freute sich, dass die Baumaßnahme aus Mitteln des „Radwegeprogramms an Staatsstraßen“ finanziert wird. Für die Stadt entstehen keine Kosten, lediglich einige Eingrünungsmaßnahmen wurden der Stadt aufgelastet. Dafür hatte die Stadt die Vorarbeiten zu leisten und brachte die schwierigen Grundstücksverhandlungen mit den Kleinsterzer Landwirten zu einem guten Ende. Grillmeier dankte denn auch den Landwirten für ihr Mitwirken, „ohne dem wäre es nicht gegangen“ und zeigte sich froh, dass Lösungen erarbeitet werden konnten.
Grillmeier sieht in dem Radwegeneubau einen bedeutenden Beitrag zur Förderung des Tourismus und damit einen lange gehegten Wunsch in Erfüllung gehen. Vor allem der Anschluss an die Waldnaabauen hatte es ihm angetan, „dies ist für die Zukunft sehr wichtig“. Regina Göths (Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald) freute sich, dass damit Radeln auf Fahrradwegen von Waldsassen bis Brand/Opf. durchgehend möglich ist.
Text und Bild: Josef Rosner










