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Mitterteicher Gaudiwurm 2010

Mitterteicher Gaudiwurm 2010

13.02.2010, 13.31 Uhr

Lokale Themen standen im Mittelpunkt des 3. Mitterteicher Gaudiwurm, zu dem der ATS Mitterteich am Samstag durch die Straßen der Stadt eingeladen hatte. Die abgebrochene Spitze des Angerer-Maibaum, der viele Schnee von Frau Holle, die grassierende Schweinekrippe, die Waldsassener Kappltrasse und die Windparks in der Region standen im Mittelpunkt der Faschingswägen.

Tausende Besucher am Straßenrand

Tausende von Besuchern säumten bei kaltem Winterwetter die Straßen, der viele Schnee behinderte den Umzug kaum. Für das richtige Aufwärmen sorgte der ausgeschenkte Zoigl, Hochprozentiges und sogar Wein wurde an die Besucher verteilt. In Übermaß gab es Bonbons, die nach dem Umzug oftmals unangetastet am Straßenrand lagen.

Mitterteicher Bär führt Faschingszug an

Angeführt wurde der farbige Umzug, wie immer in den vergangenen Jahren, vom "Mitterteicher Bär", der sich vor allem weibliche Opfer suchte und auch fand. Im Cabrio fuhr auch Bürgermeister Roland Grillmeier mit, ebenso die Spitze der Faschingsvereinigung.

Prächtig anzusehen die Prinzengarde des ATS, ihnen folgten die "süßen Früchtchen des Vereins". Die komplette Narrenschar des ATS mit ihren Garden war dabei, die Lust auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft machte und "heiße ATS-Damen" luden zum "Tetate" in die Klinik ein.

Nach den heißen "Aerobic-Miezen" folgten die Wunsiedler Hexen, ehe Bauer Heinrich erfolglos nach einer Mitterteicherin Ausschau hielt. "Die Spitze ist weg, was soll man sagen. Den Angerern schlägst auf den Magen" war zu lesen beim Wagen der FFW Pechofen.

Viel Beifall erhielt die große Fußgruppe der Selbsthilfegruppe Behinderte und Nichtbehinderte. Die Herzen der Zuschauer flogen den Kindern der beiden Kindergärten zu, die als Bauarbeiter und als Kinder-Prinzenpaar eine gute Figur machte. Ein Unikum die "Feiawerkapelln", unter der Leitung von Peter Kraus.

Nein zur Kappltrasse sagte ein weiterer Wagen und machte damit auf die Problematik mit der Umgehung in der Nachbarstadt Waldsassen aufmerksam. Unterwegs war der "Schweinegrippen-Impfexpress", ein Thema das Nichtrauchergesetz.

"Sterben muss jeder, Raucher schaffen es eher", hieß es. Vertreten auch die TuS-Garden, als Nikoläuse verkleidet, sowie als tanzendes Volk. Herma Laumer zeigte ihr Geschick als Frau Holle. Ein Thema abschließend auch die Windkraft, deren Investoren plötzlich ihre Liebe zum Stiftland entdeckt haben.

Nachdem die vielen Faschingswagen ohnehin mit Musik gut bestückt waren, verzichteten die Veranstalter bewusst auf weitere Musikkapellen. Der Stadtkapelle Mitterteich, Leitung Oliver Lipfert, blieb es vorbehalten, für musikalische Klänge zu sorgen, Musik, die nicht aus der Konserve kam.

Nach dem Umzug vergnügte sich das närrische Volk in der "guten Stube der Stadt", wo es nochmals hoch herging.

Text: Josef Rosner
Bilder: Josef Rosner und Werner Männer

Bilder vom Gaudiwurm 2010