Ab sofort flexible Betreuung durch Kinderstube Rappelkiste
08.01.2009
"Die Kinderstube Rappelkiste ist ein Ort, wo Familien geholfen wird", auf diesen kurzen Nenner brachte es am Mittwoch 7. Januar Kinderschutzbund-Vorsitzende Inge Pannrucker, als gestern Mittwoch das neue Betreuungsangebot den kirchlichen Segen erhielt. Landkreisweit ist dies die erste Einrichtung, im April soll in Tirschenreuth eine zweite Kinderstube eröffnet werden.
Liebevolle Betreuung für Kinder von 0 bis 7 Jahre
Kinderschutzbund-Vorsitzende Inge Pannrucker stellte den zahlreichen Eröffnungsgästen kurz die Einrichtung vor, die landkreisweit derzeit noch einmalig ist. Dort werden Kinder im Alter von 0 bis 7 Jahren je nach Bedarf betreut. Es steht ein Arzt- oder Behördentermin an, muss zu einer Beerdigung, oder man will in Ruhe einkaufen oder sonst etwas und man weiß nicht wohin mit den Kindern. Jetzt gibt es dafür in den Räumen des städtischen Kindergartens die "Rappelkiste", so dass diese Kleinkinder aufgenommen und dort professionell betreut werden können. Der Unkostenbeitrag beträgt zwei Euro pro Stunde.
Geöffnet hat die Rappelkiste von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr durchgehend und nach Vereinbarung. Eine telefonische Anmeldung am Vortag, unter Telefon 0 17 0 / 28 36 90 0 ist erwünscht.
Betreuung bei zeitlichen Engpässen
Frau Panrucker zitierte das alte Sprichwort, "Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sei, dagegen sehr". "Wir bieten den Eltern jetzt eine gewisse Hilfestellung an, wenn sie flexibel sein wollen", sagte die Sprecherin. Frau Pannrucker betonte, dass sie keine Konkurrenz zu den Kindergärten und Kinderhorten sein wollen, vielmehr wollen sie Eltern aus zeitlichen Engpässen heraushelfen. "Was früher eine Großfamilie mit ihrer Betreuungsarbeit ersetzt, dafür kommen künftig wir auf", sagte sie weiter und bat die Eltern, dieses Angebot auch zu nützen. Sechs ehrenamtlich tätige Frauen, alles erfahrene Mütter, würden die Betreuung der kleinen Gäste übernehmen. Ziel ist es, den Kindern ein familiäres Umfeld zu geben. Dank zollte Frau Panrucker abschließend der Stadt Mitterteich, dem Jugendamt des Landkreises, sowie den Sponsoren, die diese Einrichtung erst ermöglichten.
Bürgermeister freut sich über weiteres Kinderbetreuungsangebot
Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich und betonte, "wir kommen der Optimierung des Kinderbetreuungsangebotes in der Stadt immer näher". Ein lange gehegter Wunsch der Stadt sei in Erfüllung gegangen. Sein Dank galt dem Kinderschutzbund, der diese Initiative sofort aufgegriffen habe. Grillmeier zeigte sich überzeugt, dass diese flexible Betreuung von Kleinkindern bei vielen Anlässen gegeben sei und wünschte sich, dass dieses in der Bevölkerung auch angenommen wird. In den neu gestalteten Räumen des Städtischen Kindergartens sah er optimale Möglichkeiten, auch wegen der kurzen Wege. Grillmeier kündigte an, dass die Stadt ihren Anteil an der Einrichtung leistet und überreichte als Startgeschenk mehrere Bücher und ein Geldgeschenk.
Einweihung durch katholische und evangelische Geistliche
Anschließend segneten Stadtpfarrer Anton Witt und die evangelische Pfarrerin Sonja Schobel die neuen Räume. Pfarrerin Schobel meinte, "als Jesus geboren wurde gab es solche Einrichtungen noch nicht, dabei hätten die Eltern von Jesus diese wohl auch gerne in Anspruch genommen". Weiter wünschte sie, dass Kinder gestärkt aus der Einrichtung herausgehen und die Gottes Gnade spüren.
Jugendamtsleiter Albert Müller nannte die Eröffnung der "Rappelkiste" einen freudigen Anlass und dankte dem Kinderschutzbund für die gezeigten Aktivitäten. Müller dankte der Stadt Mitterteich, diese setzt auf die Kinderbetreuung und sei deshalb eine vorbildliche Kommune. Er zeigte sich abschließend überzeugt, dass diese flexible Kinderbetreuung Interesse finden wird und wünschte großen Zulauf. Anni Staufer, die in Mitterteich die Kinderbetreuung federführend leiten wird, hoffte, dass es gelingt Oma und Tante zu werden und den Kindern Geborgenheit zu geben.
Text und Bild: Josef Rosner










