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Kindergarten Hedwigsheim feierte 50. Geburtstag

Stadtpfarrer Anton Witt erteilte den kirchlichen Segen.

12.11.2010

„Halten Zukunft unserer Kinder in den Händen“

„Stadt und Kirche gehen in der Kleinkinderbetreuung Hand in Hand, wir halten die Zukunft unserer Kinder in den Händen“, sagte Bürgermeister Roland Grillmeier und gratulierte dem Kindergarten „Hedwigsheim“ zur neuen Kinderkrippe, die am Sonntag offiziell den kirchlichen Segen erhielt. Verbunden war dies mit einem Tag der offenen Tür, der großen Anklang fand.

Neue Kinderkrippe erhielt kirchlichen Segen

Kindergartenleiterin Regina Schiffmann erinnerte an den 5. November 1960, als der Kindergarten „Hedwigsheim“ offiziell eröffnet wurde. Geleitet wurde der Kindergarten damals von Schwester Felicia Brütting, mit dabei damals Erzieherin Christa Schultes, die heute in der Steiermark wohnt. Beide waren als Ehrengäste zur 50-Jahrfeier gekommen. „Danke an alle, dass es so gut geklappt hat und wir bis auf kleine Ausnahmen die Arbeiten abschließen können“, freute sich Frau Schiffmann. Der Kinderchor, Leitung Matthias Schraml, sang „Gottes Haus hat viele Steine“ und bereicherte mit Liedern die Feierstunde. Stadtpfarrer Anton Witt freute sich über die gelungenen Umbau- und Sanierungsarbeiten und wünschte sich, dass der Kindergarten ein Ort des Spielens und des Lernens für die Kinder bleibt. Der Pfarrer erinnerte auch an unzählig viele Gespräche mit kirchlichen und weltlichen Behörden, die schließlich von Erfolg gekrönt waren.

Dank für die Unterstützung

Kirchenpfleger Wolfgang Hecht bezifferte die Kosten mit 475000 Euro, wobei rund ein Drittel alleine der Brandschutz verschlang. Dank zollte Hecht der Diözese Regensburg und der Stadt Mitterteich, alleine hätte die Kirche dies nicht schultern können. Hecht sah in der neuen Kinderkrippe einen Service für die Familien, „den wir gerne leisten“ und dankte der Stadt für ein familienfreundliches Klima. Weiterer Dank galt den Pfarrgemeinden Steinmühle und Leonberg für die gewährte Unterstützung. Besonderes Lob fanden Kindergartenleiterin Regina Schiffmann und ihr Mitarbeiterteam, diese hätte sogar in ihrer Freizeit und an den Wochenenden gearbeitet, ja sogar ihre Familien mit eingespannt und dies alles ehrenamtlich. Zum Dank lud jetzt Kirchenpfleger Wolfgang Hecht und Pfarrer Anton Witt das gesamte Personal zum Essen ein. „Solch motiviertes Personal muss man suchen“, sagte Hecht erfreut. Dank galt auch dem Stadtpfarrer für dessen Hartnäckigkeit gegenüber kirchlichen Geldgebern. Bürgermeister Roland Grillmeier dankte der Kirche für ihr Engagement für die Kinder und bedauerte den enormen bürokratischen Aufwand bei den Genehmigungsbehörden. „Wir haben jetzt zwei Kinderkrippen in der Stadt und brauchen bald eine dritte Krippe“, gab Grillmeier Einblicke in die weiteren Planungen und über die große Nachfrage.

Überblick über die Bauarbeiten

Leonbergs Bürgermeister Gottfried Staufer berichtete von einem Zuschuss in Höhe von 37.000 Euro seitens der Gemeinde und wünschte viel Glück in den neuen Räumen. Architekt Michael Lang-Scharli gab einen kurzen Überblick über die Bauarbeiten und dankte allen am Bau beteiligten Unternehmen. „Viele Ideen des Kindergartenteams sind in die Realisierung mit eingeflossen“, sagte der Architekt und überreichte ein Geschenk. Kirchenpfleger Dieter Müller blieb es vorbehalten, jeweils 7.380 Euro für die Pfarreien Steinmühle und Leonberg zu überreichen.

Erinnerungen von Felicia Brütting

Schwester Felicia Brütting, die einst in den Gründertagen des Kindergartens tätig war, sagte, „es Stück Herz von mir hängt an dem Kindergarten und an Mitterteich“. Sie erinnerte an die nicht einfachen Anfänge, „aber es war eine wunderbare Zeit“. Heute sehe sie den Neubeginn nach 50 Jahren Kindergarten und könne die heutige Leitung und Mitarbeiter nur beglückwünschen. Überzeugt zeigte sie sich, dass vom Hedwigsheim viel Gutes ausgegangen ist und erinnerte an den früheren Stadtpfarrer Josef Neidl, der ein großes Herz für die Kinder hatte. Nach dem Festakt besuchten die Gäste und Besucher die neuen Räumlichkeiten.

Text und Bilder: Josef Rosner