Hungersäulen

Hungersäule in der Bahnhofstraße
Hungersäule in der Bahnhofstraße

Die Bewohner Mitterteichs hatten in der Vergangenheit viel Leid zu erdulden. Immer wieder gab es verheerende Brände und im Jahr 1521 herrschte eine furchtbare Pest.

Auch Hungersnöte musste Mitterteicher erleben. Die erste Hungersnot, von der die Akten berichten, war im Jahr 1720. Man fand damals eine Frau und ihr Kind verhungert an einer Säule, die außerhalb des Ortest stand. Zur Erinnerung an jene schreckliche Zeit hat man die Säule aufbewahrt und sie 1921 in die Dr.-Martin-Zehendner-Straße aufgestellt. Im oberen Teil ist ein Marienbild eingelassen, darunter wird die erwähnte traurige Begebenheit festgehalten.

Besonders schlimm waren die Hungerjahre von 1770 bis 1772. Die Hungersäule an der Schreiber-Brücke in der Bahnhofstraße erinnert an diese Zeit. An den Seiten der Brücke sind alte Steinreliefe eingebaut, welche einen Fuchs, einen Hund und eine Katze zeigen.

Die Säule trägt folgende Aufschrift:

Es kam ein Fuchs gegangen
in unser Kornehaus
Er nahm den Hund gefangen
in unserm Kornehaus
Der Fuchs den Hund
der Hund die Katz
die Katz die Ratz
die Ratz die Maus
die Maus das Korn
ist alles verlor'n
in unserem Kornehaus

1921

Hungersäulen

Bahnhofstraße
95666 Mitterteich
Stadtplan

Martin-Zehendner-Straße
95666 Mitterteich
Stadtplan

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Die Karte wird mit freundlicher Genehmigung der Tourismusarbeitsgemeinschaft Oberpfälzer Wald zur Verfügung gestellt.