Historische Krippen als Dauerausstellung
21.12.2011
Vorweihnachtliche Freude bei der Stadt Mitterteich. Am Freitag wurde die Krippenausstellung im Museum eröffnet. Gezeigt wird eine Historische Krippe, die im vergangenen Jahr von der Stadt Mitterteich erworben wurde, sowie die Krippe der Schnitzer, die bislang im Kellnerhaus zu bewundern war. Beide Krippen sind hinter Sicherheitsglas in eigens geschaffenen Vitrinen zu sehen, den die Schreinerei Weiß erstellt hatte.
Krippe ein Geschenk der Schnitzer an die Stadt Mitterteich
Die Schnitzerkrippe wird im neuen Ambiente gezeigt. Aufgebaut wurden die sechzig Figuren von den Schnitzern, mit Unterstützung von Christoph Daubner, aus Friedenfels. Die einzelnen Figuren wurden zum Teil überarbeitet und von Adolf Gold neu bemalt. Schnitzgruppenleiter Peter Dotzauer sprach von einem Gemeinschaftswerk der Mitterteicher Schnitzer. Die hochwertig gestaltete Krippe ist ein Geschenk der Schnitzer an die Stadt Mitterteich. Neue Beleuchtungsformen ermöglichen Einblicke rund um das Geschehen in Nazareth vor mehr als 2011 Jahren.
Ständige Erweiterung der Krippe
Erst im vergangenen Jahr wurde von der Stadt Mitterteich eine historische Krippe erworben. Laut Erhard Sommer, vom Arbeitskreis Heimatpflege, stammt diese Krippe aus der Werkstatt von Schlossermeister Philipp Stingl (1838 bis 1905), der einst am Oberen Markt wohnte. Die Krippe soll um 1880 entstanden worden sein. In mühevoller Kleinarbeit hat der Arbeitskreis diese Krippe vervollständigt. Herrliche Tempelanlagen entstanden, dargestellt ist die Krippe auf einem Berghang, den die Firma Glapor nach den Wünschen des Arbeitskreises im Rohzustand gefertigt hat. Werner Männer stellte die Krippe den Besuchern ausführlich vor. Er betonte, die Krippe bringt den Betrachtern die faszinierende Weihnachtsgeschichte näher, die biblische Geschichte ist in zwölf verschiedenen Bildern festgehalten. Männer betonte, die Krippe ist noch nicht vollständig, sie kann und wird ständig erweitert. Dank zollte Männer Bürgermeister Roland Grillmeier, der großes Vertrauen in den Arbeitskreis Heimatpflege setzte und nicht enttäuscht wurde. Der Krippenberg wurde in mühevoller Kleinarbeit mit Moos ausgelegt. Die Aufbauarbeit nahm mehrere Monate in Anspruch. Federführend mit eingebracht hatte sich Konrad Quast, der leider kürzlich verstarb. Seine jahrelange Erfahrung als Krippenbauer floss hier mit ein. Ein Dankeschön galt Alfred Grillmeier, der als Tempelbauer großartige Arbeit leistete. Ebenfalls aktiv mit dabei waren Hans Stingl, Karl Koller, Franz Batz, Hans Siller, Walter Artmann und das Museumsteam. Ausführlich schilderte Männer die einzelnen Krippenbilder. Zu sehen sind die heilige Familie im Stall, die Verkündigung, die Hirten, die heiligen Dreikönige auf dem Marsch nach Bethlehem, die Beschneidung Jesu, die Flucht nach Ägypten, König Herodes, Jesus im Tempel, die „wilde Jagd“, zwei Eremiten mit Kapelle und vieles andere mehr. Wer genau hinsieht erkennt viele Berufsgruppen, die ganz bewusst mit eingebaut wurden. Die Bilder, so Männer, sollen zeigen, das ganze Dorf nimmt anteil an der Geburt Jesu. Bürgermeister Roland Grillmeier dankte dem Arbeitskreis Heimatpflege und den Schnitzern, die unzählige Stunden ehrenamtlich leisteten. Besonders freute er sich, dass die Eröffnung der Krippenausstellung noch vor Weihnachten erfolgen konnte. Das Museum bietet das Ambiente, wo sich der Betrachter mit den Krippen ganz eins werden können. Grillmeier betonte, die Krippen stellen eine große Bereicherung des Museums dar und werden als Dauerausstellung das ganze Jahr zu sehen sein. Dem Bürgermeister blieb es vorbehalten, das Licht in den beiden Krippenanlagen zu entzünden.
Öffnungszeiten vom Museum Mitterteich:
Montag: geschlossen
Dienstag – Freitag: 9.00 – 17.00 Uhr
Samstag: 9.00 – 12.00 Uhr
Sonntag: 14.00 – 17.00 Uhr
Text und Bild: Josef Rosner

















