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Hildegunde Artmeier las spannende Krimigeschichten aus eigener Feder

04.11.2010

Krimiautorin schreibt seit 10 Jahren

Mucksmäuschenstill war es, dazu finster, nur ein paar Teelichter erhellten den Raum. Es war Krimizeit im Kellnerhaus. Etwa 50 Frauen waren zur „Ladies Crime Night“ gekommen, aber nur zwei Männer (Bürgermeister Roland Grillmeier und Karl-Heinz Gleißner) wagten sich zur Vorlesung.Ursula Siller, eine große Anhängerin der Regensburger Krimiautorin, hieß die Damen und beiden Herren willkommen. Sie wünschte einen spannenden Abend, mit literarischem Anspruch voller Phantasie. Krimiautorin Hildegund Artmeier berichtete im Gespräch, dass sie bald den sechsten Roman aus ihrer eigenen Feder herausbringen wird. Verfilmt wurde bisher noch kein Roman von ihr, „aber das ist natürlich ein Ziel von mir“, sagte die selbstbewusst. Sie schreibt seit zehn Jahren und bekannte, dass sie das erste Mal in Mitterteich ist. Gleich in ihr Herz geschlossen hatte sie das Dachgeschoss des Kellnerhauses, ein idealer Raum für eine Vorlesung. Die Autorin hatte all ihre Bücher mitgebracht, die sie in der Pause und am Ende der Veranstaltung verkaufte und auf Wunsch auch gerne signierte.

Der Tote war mit Handschellen ans Bett gefesselt

Als erstes las sie aus dem Buch „Drachenfrau“, es ist dies der erste von ihr geschriebene Roman, der 2004 herauskam. Es handelt sich um einen Krimi, der sich in Regensburg angespielt hat. Der Krimi beginnt erotisch und handelt von Mord einer attraktiven Frau an ihrem Mann. Dieser kam einst von der Arbeit zuhause, wo er von seiner Gattin bereits erwartet wurde. Schnell erkannte der Ehemann, dass seine Gattin nur das berühmte Eine wollte. Rasend vor Liebessehnsucht ging es ins Schlafzimmer, wo die Gattin bereits die Handschellen am Bett bereit gelegt hatte. Der Mann legte sich aufs Bett und ließ sich bereitwillig ans Bett fesseln, in der Hoffnung auf einen ganz heißen Akt. Die Frau nahm ein Messer, fuhr zunächst sanft seinem Körper entlang, der Mann raste vor Lust. Der Mann glaubte an ein ganz besonderes Liebesspiel. Die Dame nahm das Messer, fuhr die Handgelenke herunter und öffnete mit einem Schnitt die Pulsadern des Mannes. Diesen freute zunächst die wohlige Wärme, ehe er erkannte, dass ihm seine Gattin die Pulsadern aufgeschnitten hatte. Laut schrie er um Hilfe, bat seine Frau, hole doch den Arzt, „wir sagen es war ein Unfall“. Doch seine Gattin ließ sich nicht erweichen und sah zu, als das Leben aus ihm wich. Das Schlimmste sagte die Frau zum Schluss, „ich liebe dich“. Detailgenau schilderte die Autorin die ersten Ermittlungen und Vernehmungen der Frau, sowie des Umfelds. Wichtig ist, so die Autorin, dass der Krimi viel Fassade ist, fast jeder hat etwas zu verbergen, in der noblen Gesellschaft, wo das Ehepaar lebte. Weiter las Kunigunde Artmeier nicht, sie wollte nicht die Spannung vom Krimi nehmen und schließlich, sollte er ja auch noch gekauft werden.

Neuerscheinungen im diesem Jahr

Im zweiten Buch schilderte die Autorin den Kriminalfall „Missing Laura“, den sie zweisprachig (englisch und deutsch geschrieben) hat. Dieses Buch ist erst heuer erschienen. Demnächst erscheinen soll ihr neuestes Werk „Die Tote im Regen“, bis spätestens Mitte November. Aus diesem neuen Buch stellte sie einige Auszüge vor. Der Applaus der Damen und auch der Herren zeigte, dass Kunigunde Artmeier den Geschmack des Publikums getroffen hatte. Einen spannenden Krimiabend bei Kerzenlicht zu erleben, ist schließlich etwas ganz Besonderes.

Text und Bilder: Josef Rosner