Festleiter Johann Brandl blickte auf Geschichte des ATS zurück
„ATS wurde aus der Not heraus gegründet“
30.06.2010 „Ein Verein im Wandel der Zeit, ohne Rast und Ruh“, so skizzierte Festleiter Johann Brandl in seinem chronologischen Rückblick den ATS Mitterteich. Dabei wurde der Verein für hundert Jahren eigentlich aus der Not heraus gegründet.
Politische Auseinandersetzungen waren damals für den Zerfall des deutschen Turnvereins verantwortlich. Aus den ausgeschiedenen Mitgliedern und des Gesangvereins gründete sich der Arbeiter-Turnverein. Der Anfang war schwer, erst durch Bürgschaften von Gründungsmitglied Fritz Seebach konnte sich der Verein so richtig entfalten. Nach dem ersten Weltkrieg machte sich der Verein unter dem Namen ATS selbständig. Ausgeübt wurde der Sport auf dem Gelände des alten Elektrizitätswerks, ehe man erkannte, dass dieser Platz für Sport ungeeignet war. Wieder half Fritz Seebach und stellte ein Gelände an der Leonberger Straße zur Verfügung. Endlich konnte beim ATS auch Fußball gespielt werden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der ATS am 21. April 1950 wiedergegründet. Hans Neid und vierzehn weitere Gründungsmitglieder entschlossen sich, den ATS auf neue Beine zu stellen. Dank der Unterstützung der Familie Hösl entstand aus einem ehemaligen Teich- und Sumpfgebiet das heutige Sportgelände. Die Sportanlage wurde 1953 eingeweiht, seit dieser Zeit wird hier Fußball gespielt. Der Vereinsheimbau (eine Baracke) 1959 stellte einen weiteren Meilenstein dar. Viele Feste und Siege wurden dort gefeiert. 1960 wurde Willi Konz zum Vorsitzenden gewählt, der dieses Amt bis 1991 inne hatte. Höhepunkte waren der Bau des neuen Fußballplatzes 1975 und die Einweihung des neuen Vereinsheims 1979. Heute verfügt der Verein acht Sparten und rund 800 Mitglieder. Brandl betonte, dass der demographische Wandel ursächlich für das Schrumpfen verschiedener Sportarten sei. Neue Ideen, auch sportlicherseits sind bereits geboren, der ATS steht vor einer zukunftsweisenden Entwicklung.
Text: Josef Rosner









