Dorffest in Großbüchlberg nach Dorferneuerung
27.08.2010
„Die Großbüchlberger Bürger haben sich dieses selbst erarbeitet und wer arbeitet, darf auch feiern“, sagte Bürgermeister Roland Grillmeier, als am Sonntagnachmittag die Dorferneuerung mit dem Dorffest seinen Abschluss fand. Dir kirchliche Segnung nahm Pater Joseph Pulavelil Androose vor.
50 Prozent Kostenzuschuss
Ortssprecher Josef Doss hieß seine Großbüchlberger und die geladenen Gäste willkommen. Doss gab einen kurzen Rückblick über die Anfänge der Dorferneuerung in Großbüchlberg. Bereits in den 90er-Jahren fanden erste Gespräche über die Neugestaltung der Dorfmitte statt. Aber erst 2003 wurde es ernst, als mit Unterstützung von Bürgermeister Roland Grillmeier neue Gespräche forciert wurden. Neu gestaltet wurde der Dorfanger, mit Zugang zur Kapelle und zum Dorfweiher, ein neues Buswartehäuschen errichtet, ein Buswendeplatz und drei neue Stellplätze errichtet. Die Maßnahmen wurden mit 50 Prozent aus Mitteln des Amtes für Ländliche Entwicklung bezuschusst. Neu verlegt wurden zudem neue Kanal- und Wasserleitungen, sowie Ortsstraßen neu asphaltiert. Doss dankte seinen Mitbewohnern, dass die selber mit Hand bei Eigenleistungen angelegt haben.
Dank an alle fleißigen Hände in Großbüchlberg
Bürgermeister Roland Grillmeier nannte den Abschluss dieser Baumaßnahmen ein großes Ereignis für Großbüchlberg. Dank zollte er den Bürgern, das sie die durchgeführten Maßnahmen selber erarbeitet haben und auch tatkräftig mit hinlangten. Grillmeier informierte, dass die Stadt in den vergangenen acht Jahren rund drei Millionen Euro in den Ortsteilen für die Dorferneuerung investierte. Damit wurden Straßen neu asphaltiert, die Infrastruktur verbessert, sowie das Kanal- und Wasserleitungsnetz verbessert. Grillmeier weiter, „damit haben wir die Fördermöglichkeiten und kurzfristige Programme in Anspruch genommen, wir waren und sind hier auf dem richtigen Weg“. Dieses alles, so Grillmeier, war nur möglich, weil die Bewohner vor Ort auf diesen Weg mitgenommen wurden. „Ohne Eigenleistung der Großbüchlberger hätte das Projekt nicht funktioniert“, sagte der Bürgermeister.
Für die Neugestaltung der Ortsmitte wurden 95.000 Euro investiert. Insgesamt wurden in Großbüchlberg in den vergangenen Jahren knapp 300.000 Euro in Baumaßnahmen investiert. Grillmeier freute sich abschließend, dass die Dorfbewohner jetzt auch einen neuen Festplatz in der Dorfmitte haben und überreichte Ortssprecher Josef Doss einen Scheck für die Dorfgemeinschaft.
Baudirektor Göhler lobt Dorfgemeinschaft
Baudirektor Franz-Josef Göhler sagte zu den Großbüchlbergern, „ihr könnt zurecht stolz auf eure Leistungen sein, ihr habt euch etwas einfallen lassen“. Göhler sah im Projekt ein Musterbeispiel für eine aktive Bürgerbeteiligung, „wir würden uns wünschen, wenn wir immer so eine aktive Bürgergesellschaft vorfinden würden“. Sein Dank galt auch der Stadt Mitterteich, die schließlich den Löwenanteil der Kosten zu schultern hatte. Nachdenklich sagte Göhler weiter, „eine gute Dorfgemeinschaft kann man sich nicht erkaufen, doch dieses sei das Wichtigste, wenn die Dorferneuerung zu einem Erfolg geführt werden solle“. Dass sich zusammen vieles bewirken lasse, zeige das Beispiel Großbüchlberg wieder einmal eindrucksvoll, sagte Göhler abschließend und meinte weiter, „sie schaffen sich damit ein dörfliche Zukunft“.
Mit dieser Dorfmaßnahme sind die Maßnahmen in Großbüchlberg noch nicht ab geschlossen, vielmehr forderte Göhler die Bürger auf, die kostenlose Beratung für die Sanierung ihrer Hausfassaden in Anspruch zu nehmen. Nach der kirchlichen Segnung feierten die Großbüchlberger die abgeschlossenen Baumaßnahmen, bei herrlichem Sommerwetter, mit einem Dorffest.
Text und Bilder: Josef Rosner













