10. Mitterteicher Baumesse - Schaufenster der Region

"Wir sind eine gemeinsame Messefamilie geworden, wo Harmonie im Mittelpunkt steht", sagte Ausstellungsleiterin Beate Männl, als am Samstagmorgen die 10. "Besser Bauen & Schöner Wohnen" in der Eissporthalle eröffnet wurde. Knapp 80 Aussteller aus der Region waren mit von der Partie.

Die Zahl der Aussteller ist im Vergleich zu den Vorjahren etwas kleiner geworden, dies lag nicht zuletzt an der konkurrierenden "kontakta", die in Weiden zur gleichen Zeit stattfand. Frau Männl betonte, im Beisein nahezu aller Bürgermeister und Mandatsträger aus der Region, dass sich die Aussteller und Besucher mit dieser regionalen Leistungsschau identifizieren. Ziel sei es, sich in einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und neue Kundenkontakte zu knüpfen. Gerade die Region, so Frau Männl, brauche den Zusammenhalt, das Wir-Gefühl, damit alle gestärkt herausgehen.

Die Sprecherin freute sich, dass den Besuchern wieder die Firmenvielfalt gezeigt werde, mit all seinen Potentialen, was Bauen und Leben in der Heimat angeht. Sie dankte den Ausstellern, die zum Teil seit Beginn vor zehn Jahren der Messe die Treue halten. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten werde dadurch auch die "große Wirtschaftsfamilie" deutlich. Dank zollte Frau Männl den umliegenden Kommunen, die bis auf die Stadt Waldsassen fast komplett vertreten waren und ihr günstiges Bauland präsentierten.

Bürgermeister Roland Grillmeier gratulierte zum zehnten Messejubiläum und meinte, es erfüllt ihn auch mit Stolz, dass dieses Messekonzept der Familie Männl aufgegangen ist und davon auch die Stadt als Wirtschaftsstandort profitiert. Grillmeier rechnete vor, dass in den vergangenen zehn Jahren die über 25 stattgefundenen Messen in der Eishalle von fast 200.000 Gästen besucht wurden.

In der diesjährigen Baumesse sah er einen Art Frühlingsboten, sowohl für die Unternehmer, als auch für die Kunden. Handwerker und Kommunen präsentieren sich gemeinsam, "keine Frage hier tut sich etwas", sagte Grillmeier. Landrat Wolfgang Lippert meinte, "in jeder Konjunkturkrise liegt auch eine Chance, ein Neubeginn". Wer jetzt bauen möchte, kann günstige Kredite bekommen, sagte Lippert und lud zu Neuinvestitionen ein.

Die Messe nannte der der Landrat eine willkommene Möglichkeit, für die Kommunen, ihre besten  Bauplätze an den Mann oder die Frau zu bringen. Vom Grundstück bis zur Gardine, fasste der Landrat das Angebot der Ausstellung zusammen. Als Erfolgsgeschichte sah er die drei M´s, "Messe, Mitterteich und Männl". Tobias Reiß (Mitglied des Landtages) blieb es vorbehalten, die zehnte Mitterteicher Baumesse zu eröffnen. Besonders freute er sich, dass auch oberfränkische Unternehmen ihre Leistungskraft im Stiftland präsentieren.

Mehr Zusammenarbeit über regionale Grenzen hinweg, sah Reiß mit als Mittel zum Erfolg. Deutlich machte er, dass damit keineswegs weitere Stiftländer Gemeinden nach Oberfranken abwandern wollen. Lob zollte er den Ausstellern, die mit ihrer Leistung und Optimismus positive Signale für die Zukunft senden. Reiß nahm sich dabei selber in die Pflicht und meinte, "die Politik müsse mehr für den Mittelstand und das Handwerk tun". Gerade sie seien es, die Arbeits- und Ausbildungsplätze stellen und dabei das Rückgrat der Wirtschaft bilden".

Beim anschließenden Messedurchgang überzeugten sich die Ehrengäste von der Leistungskraft der regionalen Wirtschaft. Dass sich am ersten Tag das Besucherinteresse etwas in Grenzen hielt, lag sicher auch am schlechten Wetter, aber auch an der nicht optimalen Terminabsprache zweier regionaler Messeaussteller.

Text: Josef Rosner