Ausstellung: Zoigl – Gelebte Tradition in Mitterteich
20.09.2010
ErsteAusstellung made in Mitterteich – Ausstellung noch bis zum 26. September zusehen
„Dies ist die erste Ausstellung made in Mitterteich“, sagte Bürgermeister Roland Grillmeier, als er am Freitag die Ausstellung „Zoigl – Gelebte Tradition in Mitterteich eröffnete“. Mit viel Liebe zum Detail wurde eine Ausstellung aufgebaut, die die jahrhundertealte Tradition des Bierbrauens näher bringt. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. September im Porzellanmuseum zu sehen. Für tolle Zoiglmusik sorgte Helmut Schreier.
Über 400 Jahre Brautradition in Mitterteich
Für den Arbeitskreis Heimatpflege nannte Vorsitzender Werner Männer die Ausstellungseröffnung einen besonderen Tag für die Stadt, „es ist eine Premiere“. Männer hieß die geladenen Gäste willkommen, die alle in irgendeiner Verbindung zum Zoiglbier stehen. Sein Dank galt dem Centrum Bavaria Bohemia aus Schönsee, die mit ihren zweisprachigen Infotafeln Einblicke in die Traditionen und Wurzeln des Oberpfälzer Bierbrauens geben. Dank galt Matthias Krämer und seinem Freund Sascha Krambach (aus Berlin), die mit viel Mühe originalgetreu einen Zoiglkeller nachgebaut haben. „Dieser Zoiglkeller ist ein Kleinod“, zeigte sich Männer überwältigt. Die Ausstellung zeigt die mehr als 400 Jahre alte Tradition des Bierbrauens in Mitterteich, deren Recht die Mitterteich im Freiheitsbrief von 1516 erhielten. Schon damals bedeutet das Bierbrauen eine wichtige Einnahmequelle für die Bürger. Die Ausstellung, so der Sprecher weiter, soll die Leistungen der Hausbrauer einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Weiter freute er sich, dass in vielen Haushalten diese Tradition fortgesetzt wird.
Dank an Arbeitskreis Heimatpflege und Matthias Krämer
Bürgermeister Roland Grillmeier hob die große Bedeutung des Zoiglbier für die Stadt hervor. „Wir sind der Tradition von 1516 verpflichtet und wollen diese fortsetzen“. Sein Dank galt allen Beteiligten, insbesondere dem Arbeitskreis Heimatpflege, die diese großartige Ausstellung aufbauten. „Meine Erwartungen in die Ausstellung wurden mehr als erfüllt“, lobte Grillmeier. Dank galt dem Ideengeber Matthias Krämer und dem Team des Arbeitskreises. „Wir dürfen stolz auf diese Ausstellung sein, die in den kommenden Jahren weiter ergänzt werden sollte“. Weiter, so Grillmeier, ist geplant, dass der Film über die Herstellung des Zoiglbieres, als Dauereinrichtung im Museum laufen soll.
Nächste große Ausstellung: „Schott – Glaswelten“
Abschließend lud Bürgermeister Roland Grillmeier zur nächsten großen Ausstellung „Schott – Glaswelten“ ein, die am 1. Oktober startet. Matthias Krämer stellte kurz den originalgetreu nachgebauten Zoiglkeller vor, „hier wollen wir jahrhundertelange alte Tradition neu aufleben lassen“. Krämer bat die Mitterteicher, ihre alten Keller, davon gibt es im Stadtgebiet rund 200, nicht verfallen zu lassen. Schreinermeister Otto Weiß, der die Ausstellung mit seinen alten Werkzeugen aus über hundert Jahren bereichert, gab Einblicke in die Fassbinderei. Zwar hat Weiß dieses alte Handwerk nie selber erlernt, doch hat er sich mittlerweile ein Fachwissen angeeignet, das er den Besuchern zuteil kommen ließ. „Ein Fassbinder ist ein Künstler, leider gibt es diesen Beruf heute nicht mehr“, sagte Weiß, der betonte, „dass er heute gerne in diese Lehre gehen würde“. Ausführlich schilderte Otto Weiß die unendlich vielen Arbeitsgänge, die nötig sind, um ein solches Holzfass entstehen zu lassen.
Zoigl-Film hatte Weltpremiere
Nach dem offiziellen Teil wurde den Gästen eine Weltpremiere zuteil. Gezeigt wurde der etwa zwanzigminütige Streifen „Der Zoigl – Bierspezialität aus der Oberpfalz“. Dieser Film von Claudia und Michael Sollfrank zeigte die traditionsbewusste Herstellung des Bieres, vom Kommunbrauhaus, über die Lagerung im heimischen Keller bis zur gemütlichen Runde. Der Film hielt was er verssprach, er ist ohne Zweifel eine Werbung für die Stadt. Als Sprecher führt Peter Müller durch die Dokumentation, der viel Beifall der Premierenbesucher erhielt. Den Film gibt es auch als Kopie zu werben, Näheres bei Werner Männer, Telefon: 0 96 33 / 22 33.
Text und Bilder: Josef Rosner














