Arbeitskreis Heimatpflege stellt neues Zoiglbuch vor
"Es ist für uns heute ein Festtag, was lange währt wird endlich gut", so begrüßte Werner Männer, vom Arbeitskreis Heimatpflege, die geladenen Gäste, die zur Buchvorstellung "Mitterteicher Zoigl – Geschichte und Geschichten" in die Zoiglwirtschaft Oppl gekommen waren. Für die musikalische Umrahmung sorgte "Zoiglmusiker" Reiner Artmann.
Über 20 Jahre Vorbereitung
"Viele Jahre des Planens, des Wartens und der Arbeitens liegen hinter uns", sagte Männer, "heute können wir endlich das Mitterteicher Zoiglbuch vorstellen". Herausgeber des 172 Seiten umfassenden Buches ist der Arbeitskreis Heimatpflege, Autoren waren Werner Männer und Monika Beer-Helm. Männer sprach von einem ganz besonderen Buch, wo die Geschichte des Mitterteicher Zoigl nachzulesen ist. Die Anfänge für das Buch gingen bis ins Jahr 1991 zurück, als damals 475 Jahre Kommunbraurecht gefeiert wurde und der damalige Bürgermeister Karl Haberkorn anregte, "doch ein kleines Geheft über den Zoigl herauszubringen."
Viele Mitwirkende halfen beim Buch mit
Bald darauf erhielt Manfred Knedlik, der zu dieser Zeit für die Stadt tätig war, den Auftrag die Geschichte zu erfassen. Diese fertig gesammelten Werke lagerten dann viele Jahre beim Arbeitskreis Heimatpflege. In der Zwischenzeit wurden Bilder und Beiträge gesammelt. Erst vor ein paar Jahren kam wieder Bewegung in das Ziel, ein eigenes Buch herauszubringen. Gemeinsam mit Erhard Sommer versuchte Werner Männer die Mitterteicher Zoiglgeschichte aufzuarbeiten. Als treibende Kraft kam später Mitautorin Monika Beer-Helm mit dazu. Sie war es auch, die das Buch zusammenstellte und druckfertig machte.
Selbstgemachtes Bier früher keine Besonderheit
Nach einer zünftigen Zoiglbrotzeit, es gab Bratwürste, Fleisch und Kraut, stellte Werner Männer das Zoiglbuch näher vor. Männer betonte, "selbstgemachtes Bier war früher keine Besonderheit, sondern einfach normal". So sagt eine Statistik aus, dass es 1867 in der Oberpfalz 100 Kommunbrauereien gab. "Das Kommunbraurecht ist ein historisch gewachsenes Recht und kein gesetztes Recht", sagte Männer. Ein paar kritische Worte in die Gegenwart konnte sich Männer nicht verkneifen. So mache sich auch im Bereich des Zoiglbieres der amerikanische Einfluss mitunter stark bemerkbar. Männer fragte, "wie soll es möglich sein, Zoiglflair und Gemütlichkeit übers Internet zu verkaufen?" Ganz zu schweigen, das plötzlich Zoiglbrezen, -semmeln und sogar -pralinen angeboten werden.
Viel fürs Geld: 172 Seiten für nur acht Euro
Der Inhalt des Zoiglbuchs präsentiert sich zweigeteilt. Der erste Teil ist historisch geprägt, während es im zweiten Teil um Geschichten und Geschichtchen geht. Auch die aktuelle Diskussion um das Kommunbraurecht 2009 ist mit im Buch enthalten, ebenso das "Mitterteicher Zoigl-ABC". Insgesamt umfasst das Buch 172 Seiten, davon sind 25 Seiten in Farbe gehalten. Mit 136 Bildern ist das Nachschlagewerk reich bebildert. Verkauft wird es, so Männer, zum sensationellen Verkaufspreis von nur acht Euro.
Verkauf auch auf dem Weihnachtsmarkt
Erhältlich ist es ab der kommenden Woche in allen drei Zoiglwirtschaften der Stadt, in der Stadtbücherei, sowie bei den Vorsitzenden des Arbeitskreises, bei Werner Männer und Erhard Sommer. Am Mitterteicher Weihnachtsmarkt gibt es das Buch am Stand des Cheddleton-Clubs käuflich zu erwerben. Anschließend überreichte Männer die ersten druckfrischen Exemplare an die drei Zoiglwirte, sowie an Bürgermeister Roland Grillmeier.
Bürgermeister Roland Grillmeier begeistert
Grillmeier selber dankte dem Arbeitskreis, insbesondere den Motoren Werner Männer und Erhard Sommer, für die Erstellung des Zoiglbuches. "Dieses Buch hat der Stadt noch gefehlt", lobte der Bürgermeister. Bei einer ersten kurzen Durchsicht sagte er gut gelaunt, "dieses Buch macht Lust auf Zoigl". Das Buch ist für jeden Mitterteicher interessant, zumal es Geschichte wieder lebendig macht. Besonders freute sich der Bürgermeister, weil zwischenzeitlich Zoigl für alle Altersgruppen Anziehungspunkt geworden ist. "Kultur, Tradition ist zu einem Markenzeichen geworden", sagte er. Abschließend galt der Dank an den Arbeitskreis Heimatpflege, "ihr habt das beispielhaft gemacht", Grillmeier betonte, "wir sind stolz auf unsere Zoigltradition".
In anschließenden gemütlichen Beisammensein gab Heimatdichter Anton Sticht einige Zoiglverse zum Besten und Erhard Sommer und Reiner Artmann intonierten bekannte Zoigllieder.










